Chinzete-Projekt, Lusaka-Provinz,
südöstliches Sambia

Die drei Lizenzen mit einer Gesamtfläche von knapp unter 3.000 km² wurden im Rahmen eines HoA mit Vanco Investments Limited und Mwobina Agencies Limited erworben. Zwei der Lizenzen werden in das Probeprojekt eingeschlossen (Abbildung 1 zeigt die Lage der zwei Hauptlizenzen).

Abbildung 1: Lage der Lizenzen, die früher als Rufunsa-Projekt bekannt waren.

Geologie

Die Liegenschaften erstrecken sich entlang geologischer Einheiten des Mozambique Tectonic Belt und möglicherweise eines Teils des Zambezi Tectonic Belt. Der Mozambique Belt schließt Metasedimenteinheiten der Muva-Gruppe (Quarzite und Pelite mit Konglomerat und Schiefer) des mittleren Proterozoikums ein, die in enger Verbindung mit basischen bis intermediären Intrusionseinheiten mit unterschiedlichem Metamorphosegrad stehen.

Potenzial

Innerhalb der Lizenz besteht die Möglichkeit für eine mesothermale, tektonisch kontrollierte Goldgangvererzung. Innerhalb der Lizenz wird aktiv Seifengold gewaschen. Innerhalb der Lizenz kommt eine Malachitvererzung vor, die von den lokalen Bergleuten in geringem Umfang abgebaut wird. Es besteht eine große Möglichkeit sowohl für Gold- als auch Kupferressourcen im Festgestein.

Goldvererzungspotenzial

Die Kontrollen, die bestimmen, ob eine Goldvererzung möglicherweise vorkommen kann, treten innerhalb des Projektgebiets auf. Dies sind:

  1. Sekundäre Scherstrukturen bei panafrikanischen tektonischen Ereignissen.
  2. Granitintrusionen mit panafrikanischem Alter.
  3. Mafische Vulkanite oder mafische Intrusionsgesteine in Gesteinen des Grundgebirges.

Diese sekundären Strukturen sind sehr wahrscheinlich NW-SO streichende Strukturen, die im Projektgebiet identifiziert wurden. Granite, mafische Vulkanite und mafische Intrusionsgesteine sind innerhalb des Projektgebiets bekannt.

Unten ist eine Karte der bekannten Goldvorkommen im Umkreis des Projektgebietes mit anfänglichen Interpretationen der topographischen Daten und historischen Explorationsdaten.

Aus der scheinbaren Wahllosigkeit der Vorkommen lassen sich durch Betrachten der historischen Explorationsdaten und Anwendung der bekannten tektonischen Daten Rückschlüsse ziehen.

  1. Die Goldvererzung in der Jessie-Mine ist in Quarzgängen in den Glimmerschiefern des Grundgebierges beherbergt und streicht NNW – SSO.

Die Daten der Flusssedimentproben, die südöstlich der Jessie-Mine von Zambezi Resources im Jahre 2005 gesammelt wurden, zeigen einen anomalen Trend, der in Zusammenhang mit der zuvor identifizierten Gangvererzung in dem Gebiet von NW nach SE streicht.
Der Schluss auf ein Lineament zwischen Jessie und den Ergebnissen der Flusssedimentproben liefert ein ca. 10 km x 4 km großes Zielgebiet, in dem das Potenzial für eine Goldvererzung hoch ist. Die Gesteine in diesem Bereich schließen Schiefer des Grundgebirges und granitische Intrusionsgesteine im Westen ein.

  1. Die Explorationsgebiete Nchoncho und Kamatete liegen entlang eines von NO nach SW streichenden Lineaments parallel zur Hauptscherschieferung der Mwembeshi-Scherzone (MSZ). Eine Verlängerung des Lineaments durch das Explorationsgebiet verbindet ein anomales Flusssedimentergebnis im SW des Projektgebiets und zieht sich durch eine Anzahl anomaler Werte im SO der Jessie-Mine.
  1. Ein Goldvorkommen südöstlich von Nchoncho streicht von NNW – SSO. Das Wirtsgestein ist ein Quarzgang innerhalb der Glimmerschiefer des Grundgebirgskomplexes. Ähnliche Quarzgänge durchbrechen die Quarz-Turmalin-Gänge auf Nchoncho und könnten ein Hinweis auf eine möglicherweise vererzte sekundäre Scherstruktur sein.
  1. Ein weiteres NO – SW streichendes Lineament kann in Südosten der Minen Jessie und Buffalo angenommen werden. Das Zielgebiet innerhalb des Projektgebiets beherbergt einen verworfenen Glimmerschiefer des Grundgebirgskomplexes mit granitischen Intrusionen.

Historische Abbauspuren innerhalb des Projektgebietes

Explorationsgebiet Nchoncho

Die Goldvererzung auf Nchoncho ist in boudinierten Quarz-Turmalin-Gängen beherbergt und mit Wismut vergesellschaftet.

- in drei vertikalen Schächten wurde Anfang des 20. Jahrhunderts und in den 1950er und 1960er Jahren Wismut abgebaut. Es wurden 53 Explorationsgräben ausgehoben.

- die Gänge erreichen eine Mächtigkeit von bis zu 7 m und können möglicherweise bis über 100 m verfolgt werden. Mehr als die Hälfte der historischen Schürfgräben wurde noch nicht entdeckt.

- das Explorationsgebiet wurde noch nie tiefer als bis in eine vertikale Tiefe von 26 m erkundet.

- das Potenzial für eine Abfolge geschichteter boudinierter Quarzgänge wie in der Jessie-Mine ist ziemlich hoch.

Explorationsgebiet Kamatete

- auf Kamatete wurden zwei vertikale Schächte abgeteuft.

- historische Explorationsgräben stießen nur auf schmale Quarz-Turmalin-Gänge mit  ähnlicher Zusammensetzung wie auf Nchoncho.

- die tektonischen Daten deuten an, dass die Gänge beinahe von Ost nach West streichen. Das bedeutet, es besteht eine große Möglichkeit, dass sie ein Teil der gleichen Struktur sind wie Nchoncho.

- die Entfernung zwischen den zwei Gebieten beträgt in Luftlinie nur ca. 4,6 km.

Die bis dato durchgeführten Arbeiten

- auf Nchoncho wurden 25 Schürfgräben beprobt und insgesamt 319 Proben gesammelt.
- auf Kamatete wurden 13 Schürfgräben beprobt und insgesamt 6 Proben gesammelt.
- entlang des Flusses Rufunsa wurden 15 Stellen zwecks Sammlung von Flusssedimentproben besucht. In 40 % der Proben wurde Freigold beobachtet.
- die Satellitenaufnahmenvermessung und Auswertung wurde von einem unabhängigen Berater durchgeführt. Es wurden insgesamt 27 Zielgebiete innerhalb der zwei Lizenzpakete identifiziert. Sie sind ca. 100 km lang und 25 km breit. Die Zielgebiete wurden nach Potenzial eingeteilt und insgesamt 14 besitzen eine Einstufung von über 5/10. Diese werden durch Flusssedimentbeprobungen und Kartierungen weiter verfolgt werden.

Geplante Arbeitsprogramme

- ein regionales Programm zur Flusssedimentbeprobung wurde entworfen und wird durchgeführt. Es werden die Mündungsbereiche großer Flusssysteme, die das Projektgebiet durchziehen anvisiert. Insgesamt wurden 361 Beprobungsstellen identifiziert. Sie werden beprobt und kartiert werden.

- aeromagnetische Daten werden erworben und neu interpretiert werden, um die regionale Zielgebietsabgrenzung zu unterstützten. Damit soll das zu erkundende Gebiet reduziert werden.

- Ferner wurden erste Gespräche mit den Besitzern der Jesse-Mine, die zwischen 1940 und 1960 ca. 15.000 Unzen Gold produzierte, geführt und eine Ortsbesichtigung durchgeführt. Es besteht die Möglichkeit, diese Lizenz in das Portfolio des Unternehmens aufzunehmen.

Sambia, Hintergrundinformationen

Sambia liegt im südlichen Afrika und besitzt beachtliche Mineralressourcen und eine Wirtschaft, die historisch auf der Kupferbergbauindustrie beruht.

Die Amtssprache des Landes ist Englisch und die Hauptstadt ist Lusaka. Sambia befindet sich innerhalb der Tropen und liegt auf 1.000 bis 1.500 m Seehohe.

Die sambische Regierung hat ein positives Investitionsklima für die Bergbauindustrie geschaffen. Die Sonderausgabe des Mining Journal über Sambia gibt eine sehr gute Zusammenfassung der Mineralexploration und des Bergbaus in diesem Land.

Für Großinvestoren, wie jene, die mit dem Bergbau in Zusammenhang stehen, gibt es mehrere Steuerbegünstigungen, einschließlich Steuerfreiheit für Gewinne in den ersten 5 Jahren, Steuerfreiheit für Gewinnverteilung und reduzierte Einfuhrzölle für Spezialgeräte.

Das Land ist am besten für seinen Weltklasse-Kupferbezirk bekannt. Aufgrund dessen wurde der Rest des Landes nur sehr wenig erkundet. Eines dieser Gebiete sind die östlichen Provinzen, wo Samba ihre Projekte hat.

Folglich besteht weiterhin ein großes Potenzial für neue Entdeckungen und dies wurde von einem Unternehmen wie Blackthorn Resources, das wie Samba innerhalb des selben tektonischen Trends nach Kupfer-Gold-Lagerstätte exploriert, ausreichend demonstriert. Blackthorn (www.blackthornresources.com.au) erbohrte vor Kurzem 231 m mit 4,5 % Kupfer und beachtlichen Goldgehalten.

„In Sambia wird auf dem Kupfer-Gold-Projekt Mumbwa nach großen Eisenoxid-Kupfer-Gold-Lagerstätten (Iron Oxide Copper-Gold deposit, „IOCG“) exploriert, die dem auf Olympic Dam, Prominent Hill Mines in Südaustralien und in der Ernest-Henry-Mine in Queensland gefundenen Vererzungstyp ähnlich sind. Durch Bohrungen wurde auf dem Explorationsgebiet Kitumba, eine anfängliche geschlussfolgete Mineralressource von 87 Mio. Tonnen mit 0,94 % Kupfer (Cut-Off-Gehalt von 0,5 % Cu) abgegrenzt.“